Rechtsanwalt in Köln und Düsseldorf

Die private Personenversicherung

Hierzu gehören insbesondere Recht der Lebens-, Kranken-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung.

Versicherungsrecht - Lebensversicherung

Bei der Lebensversicherung gibt es zum einen die reine Risikolebensversicherung, die für den Todesfall eine vertraglich festgelegte Summe auszahlt, um ein bestimmtes Risiko abzusichern, z.B. zur Absicherung einer Baufinanzierung mit langer Laufzeit. Zum anderen die kapitalbildendende Lebensversicherung, die auch einen Risikoschutz umfasst, aber darüber hinaus einen langfristigen Sparvertrag darstellt. Hier können rechtliche Streitigkeiten entstehen, wenn der Versicherer z.B. den Eintritt des Versicherungsfalls leugnet. Bei der kapitalbildenden Lebensversicherung gibt es oft Streit wegen vorzeitiger Vertragsauflösung oder aber, weil aus Sicht des Versicherungsnehmers zu wenig ausgezahlt; dies gilt insbesondere im Hinblick auf die sogenannte Überschussbeteiligung. Danach erhält jeder ab 2008 abgeschlossene Lebensversicherungsvertrag gemäß § 153 VVG einen Anspruch auf Überschussbeteiligung, soweit dieser nicht ausdrücklich und transparent im Versicherungsvertrag ausgeschlossen ist.

Die private Krankenversicherung - Versicherungsrecht

Bei der privaten Krankenversicherung gibt es nicht selten unterschiedliche Auffassungen zwischen dem Versicherer und dem Versicherungsnehmer über Art und Umfang der zu erstattenden medizinischen Leistungen; im Streitfall bleibt dem Versicherungsnehmer zunächst der Weg über den sogenannten Ombudsmann und schließlich zum Zivilgericht. Auch die ständig steigenden Versicherungsbeiträge führen auf Seiten der Privatversicherten zu hohen wirtschaftlichen Belastungen; eine Kündigung des Versicherungsvertrages ist aber oft keine gute Lösung wegen bereits bestehender Altersrückstellungen; manchmal hilft insoweit ein Tarifwechsel, der auch bei bestehenden Verträgen jederzeit rechtlich möglich ist; hierdurch kann unter Umständen eine deutliche Beitragsreduzierung bei im wesentlichen gleichen Leistungen erreicht werden.

Private Unfallversicherung & Berufsunfähigkeitsversicherung

Die private Unfallversicherung ergänzt den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz, weil damit auch der Freizeitbereich abgedeckt wird, z. B. bei Sportverletzungen aller Art oder auch schon dann, wenn man nur mit dem Fuß falsch aufgekommen ist. Bei Verlust eines Körpergliedes erfolgen die Versicherungsleistungen nach Maßgabe einer Gliedertaxe. Im Streitfall mit der Unfallversicherung ist anwaltliche Beratung oft unerlässlich.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte jeder Berufstätige haben, denn im Falle einer Berufsunfähigkeit sind die wirtschaftlichen Folgen oft ruinös. Besonders häufig für Streit sorgt die sogenannte Verweisungsklausel, die in vielen Verträgen enthalten ist. Hiernach verweigern die entsprechenden Versicherer die Leistung gerne mit Hinweis auf anderweitig zumutbare berufliche Tätigkeiten.