Rechtsanwalt in Köln und Düsseldorf

Die Rechtsschutzversicherung

Abgedeckt wird im wesentlichen das Kostenrisiko, das entsteht durch bestimmte rechtliche Streitigkeiten, seien es zivilrechtliche oder verwaltungsrechtliche Streitigkeiten. Auch das Kostenrisiko in Bußgeld- oder Strafsachen ist grundsätzlich versichert, jedoch nur, wenn die Tat fahrlässig begangen wurde. Wenig bekannt ist vielen Versicherungsnehmern, dass – wie in anderen Versicherungssparten auch – der Versicherer bei vorsätzlicher Herbeiführung des Versicherungsfalls von der Leistung frei wird; wer also vorsätzlich eine Körperverletzung begeht, kann nicht auf die finanzielle Unterstützung seines Rechtsschutzversicherers hoffen.

Es gibt es eine Vielzahl weiterer Einschränkungen zu beachten, je nachdem, ob man Verbraucher ist oder Gewerbetreibender; auch möchten viele Versicherer eine Selbstbeteiligung vereinbaren, die mitunter bis 250,- € je Einzelfall betragen kann beim Privatrechtsschutz. Auch sind nicht alle Risiken abgedeckt. In den Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen (ARB) finden sich viele Risikoausschlüsse, die allerdings nicht jedem Versicherungsnehmer bekannt sind.  Inzwischen sind manche Rechtsschutzversicherer dazu übergegangen, die freie Anwaltswahl einzuschränken und den Versicherungsnehmer durch sogenannte Mediationsklauseln in ihren ARB stärker an sich oder jedenfalls, z.B. via Telefonhotline, an eigene Vertragsanwälte zu binden, wobei die Kostenersparnis der Versicherer wohl das leitende Motiv sein dürfte. Manchmal hat es daher den Anschein, dass vom Versicherer benannte Mediatoren vorrangig die Aufgabe haben, den Versicherungsnehmer von kostenauslösenden Maßnahmen, wie z.B. der Beauftragung eines Rechtsanwalts seines Vertrauens, abzuhalten.

Vor Abschluss eines Rechtsschutzversicherungsvertrages sollte man sich, ebenso wie bei anderen Versicherungsarten, kompetent beraten lassen, weil es sich um ein komplexes Produkt handelt. Leider lässt insbesondere die Qualität der Beratung durch Versicherungsagenten nicht selten zu wünschen übrig. Die Außendienstmitarbeiter der Versicherungen suggerieren ihren Kunden nicht selten gerne den – freilich unzutreffenden - Eindruck, dass man nun gegen alle möglichen Risiken bei der Verfolgung oder der Abwehr von Rechtsansprüchen umfassend abgesichert sei.Besser ist daher, den Rat eines Versicherungsmaklers in Anspruch zu nehmen, der alle am Markt vertretenen Versicherungen und die im Detail unterschiedlichen ARB kennt. Man kann aber auch den Rat eines Rechtsanwalt suchen, dernn Rechtsanwälte kennen aus ihrer eigenen Praxis die zahlreichen Fallstricke in den Rechtsschutzversicherungsverträgen; die Außendienstmitarbeiter der Versicherungen suggerieren ihren Kunden nicht selten gerne den – freilich unzutreffenden - Eindruck, dass man nun gegen alle möglichen Risiken bei der Verfolgung oder der Abwehr von Rechtsansprüchen umfassend abgesichert sei.